Ursachen für Kinderinvalidität
Manche Kinder kommen bereits mit einer schweren Behinderung zur Welt. Doch meistens führt ein schicksalhaftes Ereignis dazu, dass ein Kind invalide wird. Die beiden Hauptursachen sind:
- Gerade Kinder haben ein hohes Unfallrisiko: Sie wollen die Welt erkunden und können Gefahren noch nicht sicher einschätzen. Die meisten Kinderunfälle geschehen in der Freizeit und in den eigenen vier Wänden. Dann haben Kinder keinen gesetzlichen Versicherungsschutz. Dieser greift nur auf dem Hin- oder Rückweg zu Bildungsstätten wie Schule oder Kindergarten und während der Zeit dort.
- Erkrankungen führen bei Kindern weitaus häufiger zur Invalidität als Unfälle. Krebserkrankungen wie Leukämie, aber auch Stoffwechselkrankheiten wie Diabetes können das Leben Heranwachsender langfristig enorm beeinträchtigen.
Je nachdem, wie schwer die Folgen eines Unfalls oder einer Erkrankung sind, fallen auch die körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen unterschiedlich aus. Wer sein Kind gegen Invalidität abgesichert hat, erhält eine Geldzahlung. Die Höhe dieser Summe richtet sich nach dem Ausmaß der Einschränkungen – nach dem Invaliditätsgrad. Beträgt die Invalidität zum Beispiel 50 Prozent, so erhält die versicherte Person die Hälfte der vereinbarten Versicherungssumme.
Warum ist eine Kinderinvaliditätsversicherung wichtig?
Kinder sind bei Invalidität nicht wie die meisten Erwachsenen in Deutschland durch die gesetzliche Rentenversicherung geschützt. Ihre gesetzliche Unfallversicherung greift nur auf den Wegen von und zur Schule oder zum Kindergarten und während der Zeit, die sie dort verbringen. Doch die meisten Unfälle passieren in der Freizeit: auf dem Spielplatz, in der Wohnung, bei Ausflügen oder im Urlaub. Eine Kinderinvaliditätsversicherung deckt sowohl Unfälle als auch Krankheiten ab.
Welche Versicherungsmodelle gibt es?
Eine schwere Krankheit oder ein Unfall kann existenzielle Folgen haben – nicht nur für das Kind, sondern für die ganze Familie. Daher sollten Eltern sich möglichst früh darüber informieren, wie sie ihr Kind gegen Invalidität absichern können. Je nach gewünschtem Schutzniveau und individuellen Bedürfnissen gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Hier ein Überblick über die gängigsten Modelle: