Sicher grillen: So wird’s ein entspannter Genuss

Der Sommer ist da – und damit auch die Grillsaison. Doch zwischen Würstchen, Gemüsespießen, Maiskolben und Co. lauern auch Gefahren. Mit unseren Sicherheitstipps sind Sie bestens vorbereitet und können den Grillabend entspannt genießen.

Marisa Reinhard
Veröffentlicht am 11.11.2025
5 Min. Lesezeit

1. Der sichere Stand

Bevor Sie den Grill anschmeißen, ist die Standortwahl entscheidend. Suchen Sie eine ebene Fläche, auf der der Grill stabil steht und nicht kippeln kann. Achten Sie darauf, dass sich in unmittelbarer Nähe keine brennbaren Materialien befinden. Das bedeutet ausreichend Abstand zu Gartenmöbeln, Sonnenschirmen, Hecken, Bäumen, aber auch zu Holzwänden oder -zäunen. Windböen könnten Funkenflug verursachen und im schlimmsten Fall einen Brand entfachen. Ein Sicherheitsabstand von mindestens zwei Metern ist empfehlenswert.

2. Löschmittel bereithalten

Grillen birgt immer ein gewisses Brandrisiko. Daher ist es unerlässlich, Löschmittel griffbereit zu haben. Ein Eimer mit Wasser oder noch besser ein Feuerlöscher sind hier die beste Wahl. Bevor Sie mit dem Grillen beginnen, überprüfen Sie, ob der Feuerlöscher noch aufgefüllt und funktionstüchtig ist. Ein Gartenschlauch in Reichweite kann ebenfalls hilfreich sein, um im Notfall schnell zu reagieren. Wasser aus einem Wasserhahn reicht im Ernstfall nicht aus, da Sie den Grill nicht unbeaufsichtigt lassen können.

3. Die richtige Kohle

Holzkohle braucht Zeit, um richtig durchzuglühen. Mindestens 30 Minuten sollten Sie einplanen, bei Briketts dauert es sogar noch länger. Wenn die Kohle mit einer weißen Ascheschicht bedeckt ist und nicht mehr raucht, ist sie bereit für das Grillgut. So vermeiden Sie, dass schädliche Stoffe wie Benzpyren ins Grillgut gelangen und Ihre Gesundheit gefährden. Ungeduld ist hier fehl am Platz. Verwenden Sie außerdem geeignete Anzünder und vermeiden Sie Brandbeschleuniger wie Benzin oder Spiritus – Stichflammengefahr!

4. Grillschalen verwenden

Grillschalen, am besten aus Emaille oder Edelstahl, sind ein praktisches Utensil für sicheres und sauberes Grillen. Sie fangen herabtropfendes Fett und Fleischsaft auf und verhindern so, dass diese in die Glut tropfen und Stichflammen verursachen, die wiederum das Grillgut verbrennen und gesundheitsschädliche Stoffe freisetzen können. Darüber hinaus sorgen Grillschalen für eine gleichmäßigere Wärmeverteilung und verhindern, dass kleinere Lebensmittelstücke durch den Rost fallen. Und ganz nebenbei: Der Grill bleibt sauberer und die Reinigung danach ist deutlich einfacher.

5. Vorsicht bei Gasgrills

Gasgrills bieten zwar Komfort, erfordern aber besondere Vorsicht. Vor dem Gebrauch sollten Sie die Schläuche und Anschlüsse regelmäßig auf Dichtheit prüfen. Undichte Stellen können zu gefährlichen Gaslecks führen. Achten Sie darauf, die Gasflasche immer aufrecht zu lagern und zu transportieren, und stellen Sie sicher, dass sie während des Betriebs nicht umkippen kann. Bewahren Sie die Gasflasche niemals in geschlossenen Räumen auf.

6. Nach dem Grillen

Wenn der Grillabend vorbei ist, ist Geduld gefragt. Lassen Sie die Glut vollständig auskühlen, bevor Sie die Asche entsorgen. Das dauert mindestens 24 Stunden. Löschen Sie die Glut niemals mit Wasser – dies kann zu gefährlichen Stichflammen und Verpuffungen führen. Die erkaltete Asche gehört in den Hausmüll, nicht in den Biomüll oder die Toilette.

Wenn doch mal was schiefgeht: Ihre Absicherung

Trotz sorgfältiger Planung kann immer etwas Unvorhergesehenes passieren. Damit Sie auch im Fall der Fälle finanziell abgesichert sind, sollten Sie wissen, welche Versicherungen greifen können:

  • Die Privathaftpflichtversicherung: Diese ist Ihr erster Schutzwall, wenn Sie versehentlich durch Ihr Grillen Dritte schädigen – zum Beispiel, wenn Funken fliegen und die Markise des Nachbarn beschädigen. Ein absolutes Must-have.

  • Die Hausratversicherung: Sollte ein Brand am Grill Ihren eigenen Besitz (Möbel, Teppiche auf der Terrasse, etc.) beschädigen, springt Ihre Hausratversicherung ein, um den finanziellen Schaden zu begrenzen.

  • Die Wohngebäudeversicherung: Wenn das Grillen einen Schaden am Gebäude selbst verursacht – sei es am Balkon, der Fassade oder dem Dach –, ist die Wohngebäudeversicherung für Sie da und übernimmt die Reparaturkosten. 

  • Die Unfallversicherung: Wenn Sie sich selbst beim Grillen eine starke Verbrennung zuziehen, kann eine private Unfallversicherung die Kosten für Behandlung, bleibende Schäden oder Reha decken.

Fazit: Gute Vorbereitung und Vorsicht sollten mitgrillen

Grillen macht Spaß, aber Sicherheit geht vor. Mit unseren Tipps steht einem entspannten Grillabend nichts mehr im Wege. Denken Sie daran: Ein bisschen Vorbereitung und Vorsicht sorgen für maximalen Genuss und minimale Sorgen. Wir wünschen Ihnen eine entspannte und vor allem sichere Grillsaison!

 

Marisa Reinhard

Marketingmanagerin

Marisa Reinhard ist Marktmanagerin im Digitalmarketing der SIGNAL IDUNA. Als Expertin für alle Fragen rund um das private und gewerbliche Komposit-Geschäft verfasst sie Ratgeberartikel zu Themen wie Hausrat-, Haftpflicht-, Gebäude-, Kfz-, Unfall- und Gewerbeversicherungen. Die studierte Wirtschaftspsychologin widmet sich nebenberuflich der Foto- und Videografie. 

Das könnte Sie auch interessieren