Die ganze Geschichte als Video
Rennradtour mit bösem Ende
Es ist ein sonniger Sonntag im März 2024. Olaf Krieft schlüpft in Rennradkleidung und Klickschuhe, schiebt sein geliebtes Rad aus der Garage und bricht zu einer Tour durchs Bergische Land auf. Er genießt die frische Luft, die Landschaft, quält sich bereitwillig die Anstiege rauf. Doch plötzlich bleibt sein Herz stehen.
Olaf Krieft fällt zu Boden, bleibt reglos liegen. Er liegt bewusstlos am Straßenrand, atmet nicht mehr, hat keinen Puls, sein Gesicht läuft blau an. Plötzlicher Herztod nennen Mediziner das, was ihm passiert ist. Zum Glück hat er an diesem Tag gleich zwei Schutzengel: Anwohner des kleinen Ortes, vor dessen Eingang Olaf Krieft gestürzt ist, eilen zu Hilfe. Die beiden Männer erkennen den Ernst der Lage und beginnen sofort mit einer Herzdruckmassage.
Olaf Krieft bei einer Rennradtour.
„Auf dem Rad kann ich schnell abschalten“
Olaf Krieft ist damals 54 Jahre alt, lebt mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in Odenthal im Bergischen Land. Er arbeitet seit vielen Jahren bei SIGNAL IDUNA, inzwischen im Change Management. Dort steuert er fortlaufende Veränderungen im Unternehmen. Er ist sportlich und gesund, geht regelmäßig zu Vorsorgeuntersuchungen.
Seine Leidenschaft ist das Rennradfahren: Seit mehr als 25 Jahren fliegt Olaf Krieft mit dem Rennrad über die Straßen, 1.000 bis 1.500 Kilometer reißt er jedes Jahr ab. „Auf dem Rad kann ich schnell abschalten“, erzählt er. Er liebt vor allem die Abwechslung, die ihm das Rennradfahren bietet. „Ich quäle mich die Berge rauf, dafür bekomme ich bergab richtig Tempo drauf. Und ich habe einen größeren Radius als beim Joggen, sehe einfach mehr.“
Meist ist Olaf Krieft allein unterwegs. Einmal im Jahr bricht er mit Freunden für eine Woche zu einem Radurlaub auf. „Abends erzählen wir uns dann unsere Heldengeschichten, wie viel wir an diesem Tag wieder geleistet haben“, sagt er und lacht. „Rennradfahren ist einfach ein toller, verbindender Sport.“
Olaf Krieft, wie er seinen Reifen am Rad aufpumpt.
Reanimation im Krankenwagen
Zehn quälende Minuten lang drücken die beiden Ersthelfer an diesem folgenschweren Tag im März 2024 abwechselnd auf Olaf Kriefts Brustkorb, pumpen so das Blut durch seinen Körper. Und retten ihm damit das Leben. Im Krankenwagen holen die Rettungskräfte ihn mit Hilfe eines Defibrillators zurück ins Leben. Endlich schlägt sein Herz wieder.
„Kleinste Entscheidungen hätten mein Schicksal maßgeblich beeinflussen können“, ist sich Olaf Krieft sicher. Hätte er an diesem Tag eine andere Route gewählt – wer weiß, ob er dann gefunden worden wäre. Oder wenn sein Herz ein paar Minuten später stehen geblieben wäre: Dann wäre er bereits auf der anderen Seite des Hügels und bei der rasanten Fahrt bergab gewesen. „Ich bin einfach wahnsinnig demütig und dankbar“, betont er.
Drei Tage im künstlichen Koma
Die Rettungskräfte bringen Olaf Krieft ins Krankenhaus und legen ihn in ein künstliches Koma. Drei Tage lang ist unklar, ob und in welchem Zustand er erwachen wird. Hat sein Hirn Schäden aufgrund des Sauerstoffmangels genommen? Wird er wieder vollständig gesund?
Als Olaf Krieft schließlich aufwacht, kann er sich an nichts erinnern. Jeden Tag fragt er seine Frau aufs Neue, warum er im Krankenhaus ist. Sie hat Mühe, ihn zu verstehen, denn seine Sprache ist sehr verwaschen. Inzwischen ist klar, was den plötzlichen Herztod ausgelöst hat: Olaf Kriefts Herzkranzgefäße waren verengt, das löste Kammerflimmern aus. Ihm werden Stents und ein Defibrillator eingesetzt.
Er beginnt, sich zu erholen: Seine Sprache ist wieder deutlich, er ist nicht mehr verwirrt und speichert Erlebnisse wieder ab. „Mir fehlen aber bis heute ein paar Tage vor dem Vorfall und ein paar Tage danach“, sagt Olaf Krieft. „Deshalb gibt es für mich jetzt zwei Leben: eins davor und eins danach.“
Olaf Krieft mit seiner Familie bei einem Gesellschaftsspiel.
Unverhofftes Wiedersehen auf der ersten Tour
Nach zehn Tagen darf Olaf Krieft das Krankenhaus verlassen. Er macht eine achtwöchige Reha, um seine körperlichen und kognitiven Fähigkeiten weiter zu verbessern. Anfang Juni, knapp drei Monate nachdem sein Herz aufhörte zu schlagen, beginnt er wieder zu arbeiten.
Auch sein Rennrad schiebt er zur selben Zeit wieder aus der Garage. Mit einem Freund unternimmt er seine erste Tour. Seine Smartwatch hatte die letzte Route und die Stelle des Sturzes aufgezeichnet. Die Freunde fahren diese Strecke ab.
Olaf Krieft kehrt an den Ort zurück, an dem er fast gestorben wäre. Dort erkennt ihn einer seiner Schutzengel wieder und spricht ihn an. „Er hat uns direkt zu sich in den Garten eingeladen, und wir haben uns super verstanden“, erzählt er. Da ist es wieder: das verbindende Element des Sports.
Erlebnisse in Psychotherapie verarbeiten
„Ich habe schnell das Gefühl bekommen, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, sagt Olaf Krieft. Körperlich geht es ihm wieder gut, auch kognitiv erholt er sich vollständig. Er steht wieder voll im Leben, hat wieder Vertrauen in seinen Körper, fährt regelmäßig Rennrad. Doch im Spätsommer holen ihn die Geschehnisse ein.
„Ich war innerlich unruhig, schnell gereizt, konnte nicht mehr schlafen“, erinnert sich Olaf Krieft. Er sucht sich Hilfe, beginnt eine Psychotherapie. „Ich musste erstmal verstehen, dass das kein Makel ist“, gibt er zu. „Die Therapie hat mir sehr geholfen, und ich bin froh, dass ich mich um mich selbst gekümmert habe.“
Private Krankenversicherung stellt ideale Versorgung sicher
Existenzängste hatte Olaf Krieft glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt. „Ich wurde gut aufgefangen – von meiner Familie, in meinem Freundeskreis und auch auf der Arbeit“, listet er auf. „Ich wusste, dass ich einen verlässlichen Arbeitgeber habe, der mich nicht einfach hängen lässt. Deshalb hatte ich nie finanzielle Sorgen.“
Olaf Krieft bei der Arbeit im Homeoffice.
SIGNAL IDUNA ist aber nicht nur Arbeitgeber für Olaf Krieft. Er ist dort auch privat krankenversichert. „Ob im Krankenhaus, später in der Reha oder während meiner Therapie: Ich habe immer die beste Versorgung erhalten“, berichtet er. „Das ist alles geräuschlos im Hintergrund gelaufen, ich musste mich um nichts kümmern und konnte mich ganz auf meine Genesung konzentrieren.“
„Vorbereitet sein, falls ich mal Erstretter bin“
Ein Jahr nach dem Ereignis, das Olaf Kriefts Leben in zwei Hälften teilt, macht er einen Erste-Hilfe-Kurs. „Ich möchte gut vorbereitet sein, falls ich mal Erstretter bin“, betont er und appelliert auch an seine Mitmenschen, die eigenen Kenntnisse aufzufrischen.
Den 10. März 2024, diesen schicksalhaften Tag, feiert Olaf Krieft nun als zweiten Geburtstag. Dazu lädt er seine Familie und auch die beiden Ersthelfer ein. Die sind inzwischen zu Freunden geworden. „Ich bin dankbar, dass ich solche netten Lebensretter habe“, sagt Olaf Krieft sichtlich gerührt und mit einem Lächeln im Gesicht.
Über die Serie #Kundenträume
„Pläne dürfen scheitern, Träume nicht“ – dieser Gedanke begleitet viele Geschichten unserer Kundinnen und Kunden. Denn das Leben verläuft heute weniger linear und hält oft unerwartete Wendungen bereit. Doch selbst in Zeiten stetigen Wandels bleiben tief verwurzelte Träume der wichtigste Antrieb. Unsere Serie #Kundenträume zeigt inspirierende Menschen, die gelernt haben, den Wandel als Chance zu begreifen, und trotz herausfordernder Momente an ihren Wünschen festgehalten haben.
Bei SIGNAL IDUNA sind wir ihr aufmerksamer Begleiter, der versteht, dass Sicherheit heute Beweglichkeit statt Stillstand bedeutet. Wir bringen Verlässlichkeit ins Bewegliche und sind füreinander da, auch wenn sich alles andere ändert. Wir unterstützen sie dabei, ihr Leben individuell zu gestalten und ihre Träume zu verfolgen. #TräumLauter
Hinweis: Jede Geschichte ist einzigartig und erfordert eine separate Prüfung. Der hier gezeigte Fall beinhaltet kein Leistungsversprechen.