1. Überforderung anerkennen und aussprechen
Wenn der Druck zu groß wird, ist der erste und oft schwerste Schritt: benennen, was los ist. Nicht nur weiter funktionieren und so tun, als wäre alles in Ordnung.
Lisa Rehorst ist überzeugt, dass das Aussprechen von Überforderung keine Niederlage ist, sondern der Beginn einer Veränderung. „Es ist ganz wichtig zu äußern, wie es einem geht. Man muss seine Erwartungen manchmal auch klar und konkret formulieren, statt zu hoffen“, erklärt sie.
Ob mit dem Partner oder der Partnerin, mit Freundinnen und Freunden oder in Elterngruppen: Sich auszutauschen kann guttun. „Gerade, wenn man Erwartungen an andere Menschen hat, wie den Partner oder die Großeltern, hilft es, diese ganz konkret zu formulieren. Das ist die Verantwortung, die wir als Erwachsene für uns und unsere Situation übernehmen sollten. Nur wenn die Erwartungen artikuliert sind, können sie von den anderen berücksichtigt werden. Zu hoffen, andere wissen schon, wie es einem geht und was man braucht, führt in den meisten Fällen zu Enttäuschung und Frustration.
Das Gespräch darüber, wer welche Last trägt und wie die Aufgaben anders verteilt werden können, ist kein Angriff, sondern ein erster Schritt zu mehr Leichtigkeit im Familienalltag.